Translational Research Innovation – Pharma

Die Graduiertenschule „Translational Research Innovation – Pharma“ (TRIP) ist 2012 als integraler Bestandteil des „House of Pharma & Healthcare“ gegründet worden. Sie wird finanziell von der Else Kröner Fresenius-Stiftung gefördert. Institutionell wird die Graduiertenschule von den Fachbereichen 14 - Biochemie, Chemie und Pharmazie und 16 - Medizin der Goethe-Universität, vom Centrum für Innovative Diagnostik und Therapie Rheumatologie/Immunologie sowie von der Projektgruppe Translationale Medizin & Pharmakologie des Fraunhofer Institutes IME getragen. Als Sprecher von TRIP fungiert Professor Dr. Dr. Gerd Geisslinger.

Wenngleich die Arzneimittelentwicklung nicht das eigentliche Anliegen von Universitäten ist, so liefert die akademische Grundlagenforschung doch immer wieder entscheidende Beiträge zur Aufklärung molekularer Ansatzpunkte und Wirkmechanismen, die sich in neue Therapien oder diagnostische Verfahren übersetzen lassen. Von der Qualität und Effektivität dieser Translation wird es abhängen, ob und wie gut es in Zukunft gelingt, hochkomplexe und bisher nicht behandelbare chronische Krankheiten zu behandeln. Der Begriff „Translation“ umfasst dabei sowohl die Umsetzung akademisch gewonnener Erkenntnisse in die klinische Praxis (bench to bedside) als auch umgekehrt die Anregung neuer Grundlagenforschungsprojekte durch ärztliche Beobachtungen am Krankenbett (bedside to bench).

Die Doktoranden des ersten TRIP-Jahrgangs bei der Gründung des TRIP-Alumni-Clubs

Das TRIP bietet im Gegensatz zu herkömmlichen Graduiertenschulen einen neuen Ansatz der Doktorandenausbildung. Die Studierenden arbeiten in interdisziplinären und funktionsübergreifenden Projektteams. Sie konzentrieren sich dabei auf eine der vier Indikationsgebiete Multiple Sklerose, Schmerz, Autoimmunkrankheiten und Diabetes mellitus. Je nach der Fragestellung und dem Entwicklungsstadium der jeweiligen Projekte werden Teammitglieder aus anderen Disziplinen hinzugezogen. Dieses Vorgehen spiegelt in den Projektgruppen wie in einem Mikrokosmos die Arbeitsweise der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen innerhalb der pharmazeutischen Industrie wider. Es verknüpft verschiedene Fachperspektiven und bringt die gesamte Wertschöpfungskette von der Idee bis zur potentiellen Innovation in den Blick.
Zusätzlich zur wissenschaftlichen Ausbildung durchlaufen die Doktoranden das TRIP-Curriculum, in dem sie in meist eintägigen Kursen mit Inhalten wie Projektmanagement, Patentrecht, GMP und Arzneimittelzulassung vertraut gemacht werden. Dies soll zum einen den Doktoranden nützliches Wissen für ihre Doktorarbeit geben und sie zum anderen optimal auf eine spätere Tätigkeit in Industrie oder Hochschule vorbereiten.